Wie alles begann



Eine Stadt feiert ihre Geschichte

Ludwig #3

Kaiser Ludwig IV

1340

Albrecht von Werdenberg erhält von Kaiser Ludwig IV. (der Bayer) das Marktrecht für Rheineck zugestanden. In einer Zeit des Umbruchs im Spätmittelalter setzt der Kaiser auf die Förderung der Reichsstädte, die zu einer entscheidenden Stütze seiner Politik und Herrschaft werden sollten. Neben Frankfurt, Landsberg am Lech, Heilbronn, Erfurt und Lübeck (um nur einige der privilegierten Städte zu nennen) kam auch die kleine Stadt Rheineck in den Genuss einer kaiserlichen wirtschaftlichen „Entwicklungshilfe“: dem Marktrecht. Im gleichen Jahr 1340 erhielt übrigens auch Ludwigs Residenzstadt München das Grosse Stadtrecht.

2009

Bild-2 #4

Die kleine Stadt an der Mündung des Rheines in den Bodensee hat zwar nicht die gleiche Einkaufszonen wie die ehemals kaiserliche Residenzstadt München, aber sie hat noch immer einen Wochenmarkt, zwei Jahrmärkte, zwei Flohmärkte und ganz neu seit diesem Jahr einen Mittelaltermarkt! Ein reger Handel findet in den alten Gassen statt und die lebendige Inszenierung alter Lebens-, Arbeits- und Kunstformen beflügelt die Erinnerung an das längst vergangene Mittelalter als eine wichtige Epoche der Rheinecker Geschichte .

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Sich selbst und seine Geschichte in den Mittelpunkt stellen – dazu gehört der Einzug Albrechts von Werdenberg und seines Gefolges sowie der Sängerwettstreit ihm zu Ehren, die Krönung des Poeta laureata; dazu gehört eine mittelalterlich gekleidete und agierende Bevölkerung; dazu gehören Handwerk und Kunsthandwerk es Mittelalters live auf dem Markt; dazu gehören Unterhaltungsdarbietungen, Essen und Getränke und das gesellige Beisammensein der Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt.